Wandel der Göttinnenverehrung: Von der Göttin zum Gott
Der Wandel der Göttinnenverehrung zeigt, wie sich weibliche und männliche göttliche Macht über Jahrtausende veränderte.

Venus von Willendorf, etwa 29.500 Jahre alt. Foto: Matthias Kabel, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
Als Frauenbilder die Eiszeitkunst prägten
Bevor sich der moderne Mensch vor ungefähr 45.000 Jahren in Europa ausbreitete, sind nur wenige und teilweise umstrittene Darstellungen des menschlichen Körpers bekannt. In der jüngeren Altsteinzeit – ungefähr zwischen 40.000 und 10.000 v. Chr. – änderte sich das deutlich: Menschen schufen nun Figuren, Reliefs und Ritzzeichnungen des eigenen Körpers.
Zu den ältesten Funden gehört die 2008 entdeckte Frauenfigur vom Hohle Fels auf der Schwäbischen Alb. Sie wurde vor mindestens 35.000 Jahren aus Mammutelfenbein geschnitzt und zeigt auffällig betonte Brüste, Bauch, Gesäß und Vulva. Etwas jünger sind die berühmten Figuren von Willendorf, Dolní Věstonice, Lespugue, Kostenki und Gagarino.
Solche Frauenbilder wurden in einer gewaltigen Region gefunden: von Frankreich und Italien über Deutschland, Österreich und Tschechien bis in die Ukraine und nach Russland. Die meisten stammen aus der Zeit zwischen ungefähr 30.000 und 20.000 v. Chr.
Nicht jede menschliche Darstellung lässt sich eindeutig einem Geschlecht zuordnen. Wissenschaftliche Übersichten dokumentieren weit über 200 weibliche Figuren und Körperdarstellungen. Demgegenüber führte eine ältere Untersuchung lediglich 15 eindeutig männliche Menschenbilder auf. Eine spätere, weiter gefasste Zusammenstellung kam auf 73 männlich interpretierte Darstellungen, von denen 28 durch sichtbare äußere Genitalien eindeutig beziehungsweise sehr wahrscheinlich männlich waren.
Als der Mensch begann, sich selbst häufiger bildlich darzustellen, stand der weibliche Körper in weiten Teilen Europas auffallend stark im Mittelpunkt. Warum weibliche Körper unter den eindeutig geschlechtlich bestimmbaren Darstellungen so stark überwiegen, lässt sich nicht abschließend klären. Ihre außergewöhnlich häufige Darstellung spricht jedoch dafür, dass Weiblichkeit und wahrscheinlich Schwangerschaft und Geburt für die damaligen Gemeinschaften eine besondere symbolische Bedeutung besaßen. Ob die Bilder konkrete Frauen, soziale Rollen, Ahninnen, übernatürliche Wesen oder Göttinnen darstellten, bleibt offen.
Quellen
Annette Kuhn (Hrsg.): Die Chronik der Frauen. Unter Mitwirkung von Katrinette Bodarwé. Chronik Verlag, Dortmund 1992, besonders S. 9–10 und 22–30. ISBN 3-611-00195-3.
Olga Soffer, James M. Adovasio und David C. Hyland: „The ‘Venus’ Figurines: Textiles, Basketry, Gender, and Status in the Upper Paleolithic“. Current Anthropology 41, 2000, S. 511–537. Verbreitung weiblicher Figuren vom Atlantik bis in den Osten Europas und nach Sibirien; Untersuchung dargestellter Kleidung und Textilien.
DOI: 10.1086/317381
Unbestreitbar ist jedoch, dass Frauen in dieser Zeit einen auffallend wichtigen Platz einnahmen.
Naheliegend, aber nicht beweisbar: die Verehrung des Weiblichen als Quelle des Lebens.
Könnten die „Venus“-Figuren von Frauen selbst geschaffen worden sein?
LeRoy McDermott hat eine bemerkenswerte Hypothese entwickelt: Manche jungpaläolithischen Frauenfiguren könnten Selbstdarstellungen von Frauen sein. Ihre auffälligen Proportionen ließen sich teilweise dadurch erklären, wie eine Frau ihren eigenen Körper beim Herunterschauen sieht. Wenn das stimmen sollte, wären diese Figuren keine von Männern geschaffenen Sexualobjekte, sondern Zeugnisse einer weiblichen Perspektive auf den eigenen Körper. Die These ist wissenschaftlich diskutiert, aberkeineswegs Konsens.
Quelle: 🔗 LeRoy McDermott: „Self-Representation in Upper Paleolithic Female Figurines“
Könnte nicht Fruchtbarkeit, sondern „Frausein“ gefeiert worden sein?
Die verbreitete Erklärung „Venusfigur = Fruchtbarkeitsidol/Muttergöttin“ ist keineswegs bewiesen. Patricia Rice untersuchte 188 Figuren und schlug vor, dass unterschiedliche Phasen des weiblichen Erwachsenenlebens dargestellt sein könnten. Ihre Interpretation: Vielleicht wurde nicht ausschließlich Mutterschaft, sondern Weiblichkeit beziehungsweise Frausein symbolisch hervorgehoben.
Quelle: 🔗 Patricia C. Rice: „Prehistoric Venuses: Symbols of Motherhood or Womanhood?“
Könnten Frauen die Höhlenmalereien mit ihren Jagdszenen gemalt haben?
Hier gibt es einen faszinierenden, allerdings methodisch umstrittenen Hinweis: Dean Snow untersuchte die Proportionen paläolithischer Handnegative aus französischen und spanischen Höhlen und kam bei seiner Stichprobe zu dem Ergebnis, dass überwiegend Frauenhände beteiligt gewesen sein könnten. Wenn seine Geschlechtsbestimmung stimmt, würde das die alte Vorstellung vom männlichen Jäger, der seine Jagderlebnisse an die Höhlenwand malt, erheblich verändern. Frauen wären selbst Schöpferinnen der symbolischen Welt gewesen.
Liegt es da nicht nahe zu fragen:
Wenn Frauen die symbolische Welt mitgestalteten –
könnten sie dann auch das schöpferische Prinzip weiblich gedacht haben?
Die Göttin als Gebärerin und Ursprung des Lebens.
So wie spätere männlich dominierte Gesellschaften den höchsten Schöpfer als männlichen Gott verstanden.
Nomadische Kulturen: Frauen jagten und fischten
Lange nahm man an, Frauen seien bei den Kindern im Lager geblieben, während Männer durch die Jagd den entscheidenden Beitrag zur Ernährung leisteten. Archäologische Funde widerlegen diese pauschale Vorstellung.
Die vorhandenen Funde zeigen, dass Frauen sorgfältig und mit wertvollen Beigaben bestattet wurden.
Auf dem Gräberfeld von Zvejnieki in Lettland (ab etwa 7500 v. Chr.) erhielten Frauen und Männer vergleichbare steinerne Grabbeigaben. In Gräbern beider Geschlechter fanden sich außerdem Jagd- und Fischereigeräte wie Spitzen, Harpunen und Fischhaken.
Die Frau von Barum in Südschweden (etwa 7010–6540 v. Chr.) wurde mit einer Jagdwaffe und einem möglicherweise zur Netzherstellung verwendeten Knochengerät bestattet. Aufgrund dieser Gegenstände hielt man sie zunächst für einen Mann.
Besonders eindeutig ist ein Fund aus Wilamaya Patjxa in Peru (etwa 7000–6650 v. Chr.): Eine junge Frau wurde mit einem vollständigen Satz benutzter Projektilspitzen, Messer und Geräte zur Tier- und Hautverarbeitung bestattet. Gebrauchsspuren bestätigen, dass die Spitzen tatsächlich zur Jagd eingesetzt worden waren.
Diese Funde von Skandinavien und dem Baltikum bis zu den Anden beweisen nicht überall dieselbe Arbeitsteilung. Sie widerlegen aber die Vorstellung, Jagd und Fischfang seien grundsätzlich ausschließlich Aufgaben der Männer gewesen.
Quellen: Zvejnieki, DOI 10.1371/journal.pone.0330623 · Wilamaya Patjxa, DOI 10.1038/s41598-023-45743-7 · Frau von Barum, Schwedisches Historisches Museum

Die Frau von Barum, Schweden, etwa 7010–6540 v. Chr. In ihrem Grab lagen eine mit Feuersteinklingen besetzte Knochenspitze und ein Knochenwerkzeug. Foto: Sven Rosborn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Könnten die Geschlechterrollen viel weniger starr gewesen sein?
Auch das alte Schema „Mann jagt – Frau sammelt“ ist inzwischen erheblich ins Wanken geraten. Neuere archäologische und ethnographische Arbeiten zeigen, dass Frauen ebenfalls jagten und dass die Arbeitsteilung in Jäger-und-Sammler-Gesellschaften variabler sein konnte als lange angenommen. Das beweist keine sexuelle Gleichberechtigung – aber es nimmt einer wichtigen älteren Begründung für angeblich „natürliche“ weibliche Abhängigkeit den Boden.
Könnte weibliches Wissen besonderen Status besessen haben?
Bei einigen Frauenfiguren sind erstaunlich detaillierte Kleidungsstücke beziehungsweise Geflechte erkennbar. Soffer, Adovasio und Hyland interpretieren diese als Hinweise auf hochentwickelte Textil- und Flechttechniken und verbinden diese Technologien mit Frauen sowie mit Prestige, Macht und Wert. Das widerspricht zumindest dem populären Bild der passiven Steinzeitfrau, die lediglich Kinder versorgte, während Männer Kultur schufen.
Das lange tradierte Bild vom jagenden Mann als Ernährer
und der in Höhlennähe Kinder versorgenden Frau ist keineswegs selbstverständlich:
Frauen jagten ebenfalls und benötigten dafür ebenso räumliche Orientierung, Ausdauer, Wissen und Weitblick –
Fähigkeiten, die lange nahezu ausschließlich Männern zugeschrieben wurden.
Wandel zur Sesshaftigkeit

Oben nomadische, unten sesshaftte Kultur, KI-erstellt
Durch DNA-Vergleiche in Begräbnisstätten lassen sich Verwandtschaftsbeziehungen feststellen. Isotopenanalysen der dritten Backenzähne zeigen, wo ein Mensch während seiner Jugend lebte. Zusammen lässt sich daraus erkennen, ob überwiegend Männer oder Frauen in eine Gemeinschaft zuzogen.
Zwischen etwa 10.000 und 2000 v. Chr. bestanden in den verschiedenen Regionen der Erde sehr unterschiedliche Familien- und Wohnformen nebeneinander. In manchen Gemeinschaften blieben überwiegend die Frauen (matrilokal), in anderen die Männer (patrilokal) bei ihrer Herkunftsfamilie; andernorts zogen beide Geschlechter um.
DNA- und Isotopenuntersuchungen zur Bestimmung von Verwandtschaft, Herkunft und Patrilokalität – Haak et al. Proceedings of the National Academy of Sciences, 2008. DOI: 10.1073/pnas.0807592105
Unterschiedliche Formen des Zusammenlebens folgten keinem weltweit einheitlichen Verlauf – Eine vergleichende Untersuchung von 371 Gesellschaften aus fünf großen Sprachfamilien zeigt, dass sich patrilokale, matrilokale und andere Wohnformen regional unterschiedlich entwickelten. Evolution and Human Behavior, 2018. DOI: 10.1016/j.evolhumbehav.2018.06.002
Mit der Ausbreitung von Ackerbau, Viehzucht, vererbbarem Besitz und größeren Siedlungen wurden patrilokale Gemeinschaften in vielen Regionen häufiger.
Zunehmende Patrilokalität mit der Ausbreitung von Landwirtschaft und Viehzucht – Wang et al., Nature, 2025. DOI: 10.1038/s41586-025-09103-x
Patrilokalität sagt nichts unmittelbar über den sozialen Rang der Frauen aus. Die zuziehenden Frauen mussten jedoch ihr vertrautes Umfeld verlassen und verfügten am neuen Ort zunächst über weniger gewachsene Beziehungen als die dort verwurzelten Männer. Es ist begründet anzunehmen, dass Frauen in patrilokalen Kulturen besonders in Konflikten weniger familiären und sozialen Rückhalt hatten.
Von der Göttin zum Gott
zum Beispiel: Mesopotamien
Mesopotamien eignet sich für diese Untersuchung besonders, weil dort eine der frühesten und umfangreichsten schriftlichen Überlieferungen entstand, anhand derer sich Veränderungen im Verhältnis weiblicher und männlicher Gottheiten über lange Zeiträume nachvollziehen lassen.
1. Etwa 3300–2000 v. Chr.: außerordentlich viele bedeutende Göttinnen
In den unterschiedlichen Stadtstaaten wurden zahlreiche Göttinnen als eigenständige Mächte verehrt:
- Inanna war spätestens seit etwa 3300 v. Chr. die wichtigste Gottheit Uruks.
- Nanshe stand für Gerechtigkeit, Wasser und soziale Ordnung.
- Nisaba war Göttin der Schrift und des Wissens.
- Ninhursag und verwandte Göttinnen waren mit Geburt, Schöpfung und Herrschaft verbunden.
- Ereshkigal herrschte über die Unterwelt.
- Bau, Gula und Ninisinna waren mächtige Heilgöttinnen.
Inanna verkörperte Liebe, Sexualität, Krieg, politische Macht und göttliche Ordnung. Könige benötigten ihre Zustimmung und stellten sich unter ihren Schutz. Es gab Stadtstaaten mit einer höchsten weiblichen und andere mit einer höchsten männlichen Gottheit
2. Etwa 2000–1600 v. Chr.: Rückgang und Zusammenlegung von Göttinnen
Für die Zeit ab ungefähr 2000 v. Chr. beschreibt die Forschung eine deutlich erkennbare „Rezession“ der Göttinnen:
- Zahlreiche kleinere Stadtgöttinnen verschwanden aus den Quellen.
- Verschiedene Göttinnen wurden miteinander verschmolzen.
- Ihre eigenständigen Aufgaben gingen teilweise auf wenige große Göttinnen über.
- Manche Göttinnen wurden stärker über ihre Beziehung zu einem Gott definiert – als Ehefrau, Mutter oder Tochter.
- Auf altbabylonischen Rollsiegeln wurden Göttinnen gegenüber der vorausgehenden Zeit seltener dargestellt.

Weibliche Gottheit mit einem wasserspendenden Gefäß, Fassade des Inanna-Tempels in Uruk, Mesopotamien, um 1413 v. Chr. Foto: Osama Shukir Muhammed Amin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
3. Etwa 1600–600 v. Chr.: männliche Staatsgötter an der Spitze
Im späteren Babylonien wurde Marduk zur höchsten Gottheit. In Assyrien nahm der männliche Gott Aššur diese Stellung ein. Die Religion spiegelte damit immer deutlicher das Königtum wider: Über der göttlichen Gemeinschaft stand ein männlicher Herrschergott, ebenso wie über dem Staat ein König stand.
In mesopotamischen Erzählungen wird Inanna in den Schriften um 1700 v. Chr. als mächtige Beschützerin des Gilgamesch dargestellt. In der Fassung etwa 1000 v. Chr. als gefährliche, rachsüchtige oder sexuell bedrohliche Gegenspielerin dargestellt.
4. Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr.: monotheistische Religionen
Das Judentum entwickelte während und nach dem babylonischen Exil im 6. Jahrhundert v. Chr. eine immer konsequentere Form des Monotheismus. Damit entstand in Mesopotamien eine religiöse Gemeinschaft, die nur einen einzigen, männlich bezeichneten Gott anerkannte.
Wandel der Göttinnenverehrung in anderen Kulturen
Auch in den folgenden Kulturen wurden die Göttinnen Göttern untergeordnet oder von ihnen verdrängt.
Israel und Juda: Aschera, die Himmelskönigin wurde durch Jaweh verdrängt. „Yahweh and His Asherah“, DOI 10.2307/3210051
Minoische Kultur: Zahlreiche weibliche Gottheiten spielten eine sehr große Rolle. Später stand Zeus an der Spitze eines stärker männlich geordneten Götterhimmels.
Ca.1000 Jahre später ab ca 300 n. Christus verdrängte der christliche Glaube die anderen Göttinnen und Götter im gesamten Mittelmeerraum: bei den Griechen, Römern, Ägyptern, Phöniziern und Karthagern. Zwischen dem 5. und 12. Jahrhundert n. Chr. wurden auch die Göttinnen und Götter der Kelten, Germanen und nordischen Götter durch den christlichen Glauben verdrängt.
In den slawischen und baltischen Völkern wurden weibliche Gottheiten und Schicksals-, Erd- und Fruchtbarkeitsgöttinnen bis ungefähr zum 15. Jahrhundert verehrt.
Im arabischen Raum wurden Göttinnen mit der Einführung des Islam im 7. Jahrhundert n. Chr. abgeschafft.
Göttinnen hatten in den monotheistischen Religionen keinen Platz mehr.
China: Alte Göttinnen wurden in späteren Überlieferungen verändert, männlichen Gottheiten untergeordnet oder in männliche Gestalten umgedeutet. Ye Shuxian: Myth in China – The Case of Ancient Goddess Studies, DOI 10.1111/j.1749-8171.2008.00127.x
In anderen Kulturen blieb die Rolle der Göttinnen erhalten, bis sie von männlichen monotheistischen Gottheiten verdrängt wurden.
Häufig wurden ältere Kulte durch staatliche Verbote, die Schließung oder Umwidmung von Heiligtümern und rechtliche Benachteiligung zurückgedrängt; mancherorts kam es auch zu Zerstörung und Gewalt. Die tatsächliche Ablösung der alten Religionen war jedoch meist ein langer, regional unterschiedlicher Prozess und nicht überall das Ergebnis unmittelbaren Zwangs.


Verstümmelte Kultstatue der Göttin Allat-Athena aus ihrem Tempel in Palmyra, 2. Jahrhundert n. Chr. Während der Kampagne des christlichen römischen Präfekten Maternus Cynegius, ungefähr zwischen 385 und 388 n. Chr.wurde die Statue enthauptet und ihr Gesicht gezielt zerschlagen. Foto: Gianfranco Gazzetti/GAR, Bildausschnitt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Ruinen des Tempels der Göttin Allat in Palmyra, errichtet im 2. Jahrhundert n. Chr. Das Heiligtum wurde gegen Ende des 4. Jahrhunderts geschlossen, sein Altar zerstört und seine Kultstatue verstümmelt; anschließend wurde der Tempel aufgegeben und verfiel. Foto: Dosseman, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Wie Frauen in Mesopotamien ihre Rechte verloren (und nicht nur dort)
Frauen konnten in Mesopotamien Eigentum besitzen, Verträge schließen, Handel treiben und religiöse Ämter ausüben. Doch ihre Rechte waren nicht zu allen Zeiten gleich: Mit neuen Gesetzen und gesellschaftlichen Ordnungen wurden ihre Selbstständigkeit und Handlungsmöglichkeiten zunehmend eingeschränkt.
Mehr über den Wandel der Frauenrechte in Mesopotamien und wie die Einschränkung der Rechte mit der Entmachtung der Göttinnen Hand in Hand ging:
Von sexueller Freiheit zu Kontrolle
Sexualität wurde in Mesopotamien zunächst vergleichsweise offen und als Teil des Lebens, der Fruchtbarkeit und des Göttlichen verstanden. Später geriet sie zunehmend unter gesellschaftliche und rechtliche Kontrolle – besonders die Sexualität der Frauen.
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Merah - Welt der Frauen"
Was auf der Erde verdrängt und vergessen wurde, blieb auf Merah lebendig: die Erinnerung an die Göttinnen und an die lebensspendende Große Mutter, deren Urliebe allen Wesen gilt. Ihre Geschichte wurde niemals ausgelöscht – und ihr Glaube niemals gebrochen.

